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Tag 9 - Tromsö

Nordkap 2013

07.07.2013, Kilomterstand: 3997

Pünktlich kurz nach neun Uhr fahren wir auf der E6 Richtung Tromsö, die Tagesetappe ist heute relativ kurz und wir wollen zeitnah ankommen um gleich noch etwas vom Tag zu haben.
Schon 11.45 Uhr erreichen wir dann Tromsö. Für Stefan ein Wiedersehen, war er doch 2007 mit der Fregatte Brandenburg im Rahmen einer
ISEX-Übung bereits einige Tage hier. Er hat die Stadt als besonders schön in Erinnerung und der erste Blick enttäuscht keines Falls!

Der Zeltplatz liegt etwa zwei km von der Fjordbrücke enfernt und ist von der E8 sehr gut ausgeschildert. Es handelt sich aber mal wieder weniger um einen Campingplatz als um einen Stellplatz. Die Parzellen sind geschottert, einige sogar asphaltiert. Dafür ist das Duschen inklusive. Wir bezahlen 305 NOK und freuen uns erstmal auf eine heiße Dusche. Das Pauschalduschen nutzen wir reichlich aus, wobei sich Sabine etwas an dem Druckknopf stört, der alle paar Sekunden gedrückt werden muss um wieder Wasser freizugeben.

Nachdem wir uns wieder frisch und sauber fühlen brechen wir auf, um die Stadt zu besichtigen.
Tromsö ist mit 70.818 Einwohnern (Stand 31. März 2013) die achtgrößte Stadt Norwegens und die größte Stadt im Norden des Landes. Die Provinzverwaltung der Fylke Troms hat hier ebenso ihren Sitz wie der Arktische Rat. Der wichtigste Arbeitgeber ist das Universitätsklinikum in Nord-Norwegen (UNN) mit etwa 4.500 Angestellten. In Tromsø befindet sich eine Universität, die Norwegische Fischereihochschule, das Klima- und Umweltforschungszentrum Framsenteret und die Mack-Brauerei.

Wir drehen als Erstes eine kleine Runde zu Fuß über den Marktplatz mit der Statue, die an die goldenen Zeiten des Walfangs erinnert und schlendern dann durch die angrenzenden Einkaufsstraßen. Wir entdecken einen Laden für Süßigkeiten in dem wir uns ein paar Leckereien für Unterwegs besorgen.
Vor dem Geschäft nimmt Honey Kontakt zu einer noch jungen Englischen Bulldoge auf. Besser gesagt: er sucht den Kontakt zu ihr und der Besitzer zu uns - ein kurzes Gespräch über die Hunde und unsere Herkunft, dann macht Honey dem Welpen klar, dass sie keine Lust auf ihn hat - sie ist halt doch schon eine "komische" ältere Dame - und die beiden ziehen weiter.

Ach ja: die Sonne scheint! - Wir freuen uns wie die Kinder darüber, dass eeendlich mal wieder die Sonne scheint und das auch noch, wo wir eine so schöne Stadt wie Tromsö besichtigen.

Am Hafen entdecken wir das Polaria, ein Aquarium, das sich mit der Nordpolarregion beschäftigt. Es gibt allerhand zu sehen und auch eine Bartrobbenvorführung in einem riesigen Indoorpool, der von zwei Etagen aus bestens eingesehen werden kann. Für Angler besonders interessant ist das Flachwasserbecken in dem wahrlich kapitale Steinbeißer leben, die die 40 Pfund Marke sicher längst hinter sich gelassen haben. Erwähnenswert ist auch das Kino im Polaria, in dem regelmäßig zwei fünfzehn-minütige Filme über Tromsö und die Region gezeigt werden. Das Besondere daran ist, dass die Leinwand im Halbkreis um das Publikum herumgebaut ist und man dadurch das Gefühl hat mitten drin, statt nur dabei zu sein. Die Filme wurden mit fünf gekoppelten Kameras aufgenommen und erreichen somit ein 200° Panorama. Bei dem ersten Film fliegt man im Helikopter über Spitzbergen, der zweite zeigt Tromsö im Nordlicht.
Das Polaria bekommt von uns das Prädikat besonders sehenswert!

Erwähnenswert: Sabine hat endlich ein Souvenir gefunden - ein Halstuch, aus dem Polaria-Shop. Es hat sogar einen praktischen Nutzen und soll Zuhause als Motorradhalstuch genutzt werden.

Ein weiteres Muss in Tromsö ist die Eismeerkathedrale, wobei es schon schwierig ist, sie nicht zu sehen. Ob man 40 NOK (circa fünf Euro) ausgeben möchte um sie sich auch von innen anzusehen muss jeder selbst wissen, uns genügen Fotos von außen - sooo fromm sind wir dann doch nicht! Vom Vorplatz der Kathedrale hat man einen tollen Blick über die Fjordbrücke, auf das Zentrum und den Hafen von Tromsö.

Als kulinarisches Highlight und in Erinnerung an Stefans Besuch mit der Marine essen wir eine Pizza bei "Peppes Pizza".
Ein Erlebnis, dass seinen Preis hat - für eine Pizza, eine Cola und ein Knoblauchbrot als Vorspeise zahlen wir 52,50 €, da teilt man gern.

Kosten des Tages:

Campingplatz     38,13 €
Polaria                   30 €
Souvenir             7,25 €
Süßigkeiten             5 €
Peppes Pizza     52,50 €
                ___________
                     132,88 €

 
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