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Tag 9 - Sommerurlaub

Kroatien 2016

21.05.2016




Heute ist auch für uns wieder Sommer! Schon zum Früstück haben wir blauen Himmel und 20 °C.

Da ich ja in den letzten beiden Tagen keine Bilder gemacht habe, bin ich heute mal etwas herumgelaufen und habe hier und da rumgeknipst.


Vormittag waren wir dann alle an unserem Strand baden, von dem man mal sagen muss, dass er wirklich super schön ist. Im Prinzip hat das Camp Vala eine eigene kleine Meeresbucht, die von außen nicht einsehbar ist. Lediglich das nebenan liegende Camp Adriatic, dessen Terrassen auf den nördlichen Begrenzungsfelsen der Bucht liegen, hat Zugang zu "unserem" Strand, da das Adriatic keinen eigenen hat.
Im Adriatic ist auch eine Tauchbasis, die aber wegen der derzeitigen Nebensaison noch geschlossen ist.
Der Strand selbst ist ein Kiesstrand, mit wunderschönen ganz kleinen, rund geschliffenen Steinen. Das Wasser ist sehr klar und Fische gibt es auch zu sehen.
Beim Schnorcheln ist besonders an der Ecke mit den Felsterrassen des Camp Adriatic sehr viel los. Es liegen riesige Felsen im Wasser, über denen dann nur noch ca. 1m Wasser steht. Die Felsen sind mit Seegras und kleinen Weichkorallen bewachsen. Darauf schwimmen Schwärme von Meeräschen und kleine Meerbrassen, die diese Wiesen abweiden. Ich konnte noch Lippfische und einige größere Fische entdecken, deren Name mir aber leider nicht bekannt ist. Ich werde im Bett mal Herrn Google befragen.
Durch das seichte Wasser und das helle Sonnenlicht, könnte man hier einen Werbefilm für`s Tauchen drehen. Ich bin begeistert und werde morgen sicher die GoPro mitnehmen.

Am südlichen Ende der Bucht liegt etwas außerhalb etwas im Wasser, dass aussieht wie ein Schiffswrack - wir werden es herausfinden   
müssen :-)

Nach dem Mittagessen sind wir dann nach Potomje gefahren. Potomje liegt ca. 15km süd-östlich von Orebic.
Peljesac ist bekannt als gutes Weinbaugebiet und Potomje ist dafür die Adresse auf Pelesac. Daran besteht auch kein Zweifel, denn im Prinzip steht an jedem Haus, dass hier Wein verkostet und gekauft werden kann.
In einem lokalen Reiseführer der Region Orebic wird für ein Weingut geworben, zu dem wir dann gefahren sind. Und zwar vor dem Tunnel links. Klingt speziell, wer dann aber mal dort ist, findet es. In Potomje gibt es einen 400m langen Tunnel Richtung Meer, der den Ort mit dem Weinbaugebiet Dignac verbindet. Wie gesagt kann man vor dem Tunnel links abbiegen und findet am Ende des Weges auf der linken Seite das Weingut samt Laden.

Wir werden sehr freundlich von der Dame des Hauses empfangen und sofort zum Tresen geführt. Wir plaudern kurz über unsere nicht vorhandenen Vorkenntnisse bezüglich unseres Weingeschmacks und gehen dann sofort ans Eingemachts. Wir starten mit einem leichten Weißwein, den wir sofort kaufen. Danach ein einjähriger Plavac-Mali, ein Klassiker und einer der bekantesten Weine Kroatiens, der uns ebenfalls gut schmeckt. Plavac-Mali heißt übrigens nichts anderes als "Kleiner Blauer". Die Älteren Plavac-Mali, die alle noch zusätzlich in Eichenfässern gereift sind, sind unseren Anfängergaumen zu kräftig - schließlich trinke ich ja sonst nie und Sabine so gut wie nie, Alkohol.

Zum Schluss bekommen wir dann noch etwas von DEM Premiumwein der Region, dem Dignac. Er ist ein sehr spät gelesener, zum Teil bereits aus rosiniertem Lesegut der Rebe Plavac-Mali gekelterter Rotwein. Der Dignac erlangt seine Trinkreife erst nach 5 Jahren und ist dann weitere 10 Jahre gut lagerbar. Es war eine Erfahrung, aber leider auch diesesmal nichts für unseren Anfängergaumen. Dafür haben wir aber eine dieser Flaschen für unsere Weinerfahrenere Freundin und beste Hundesitterin der Welt Carina gekauft. Wir glauben, dass sie sich darüber freuen wird.

Im Anschluss sind wir dann noch zum Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert auf den Berg nördlich von Orebic gefahren, von dem aus man einen spektakulären Blick über die Meerenge zwischen Peljesac und Korcula sowie auf alle kleineren Inseln hat. Dieser Ausblick ist laut Wikipedia eine der schönsten des Landes und in echt natürlich auch viel beeindruckender als auf Bildern.

Am Horizont kann man sogar die Berge der Insel Mljet sehen. Nach neuesten Theorien ist die Insel Mljet, und nicht Malta, übrigens die Insel auf der der Apostel Paulus Schiffbruch erlitt. Auch Odysseus soll hier vorbeigekommen sein, weshalb die Insel den Beinamen Odysseusinsel trägt. Die Göttin Calypso soll ihn hier verführt haben...

Nach unserem Klosterbesuch, sind wir noch einmal zur Hafenpromenade von Orebic gefahren um in einem Kramladen einen Sonnenschirm für unseren Strandaufenthalt, insbesondere aber für Hanna zu kaufen.

Gestern schrieb ich ja noch, dass Orebic so ausgestorben ist wie die Ostseebäder im Winter -  das muss ich zurücknehmen. Scheinbar hatten gestern nur alle Geschäfte wegen des schlechten Wetters geschlossen. Heute ist überall Leben in den Geschäften eingekehrt, sicher ist im Sommer noch immer deutlich mehr los, aber so kann man es schon aushalten. Es dürfte einem an nichts fehlen.

By the way: das schöne an der Nebensaison ist, dass wir unseren Strand nur mit einer anderen Familie teilen müssen. Auf der Website des Platzes sieht man Bilder aus den Sommertagen auf denen die Menschen dicht an dicht gedrängt liegen.

Von allen Exkursionen zurück, waren wir dann noch einmal am Strand baden und schnorcheln.

Heute war übrigens der eingentliche Campbetreiber, also der Sohn der Dame hier, mit der wir sonst immer Kontakt haben. Ich habe mit ihm wegen der Ausfahrt vom Platz gesprochen. Er bestätigte, dass der weniger steile Weg zu schmal für Wohnwagen ist. Mit dieser Einschätzung lag ich also richtig. Falsch lag ich jedoch mit der Einschätzung, dass wir den steilen und direkten Weg, den wir auch heruntergefahren sind nicht wieder hinaufkommen. Er versicherte mir, dass es schon unzählige Gespanne vor uns geschafft haben. Eine trockene Straße vorausgesetzt. Er meinte zwar, dass hin und wieder jemand einen zweiten Anlauf brauchte, dann aber nur wegen Fahrfehlern. Nämlich dem Versuch in den zweiten Gang zu schalten. Wie schon Burkhard Koch von "Pistenkuh" immer wieder sagt ist der größte Fehler am Steilhang das Treten der Kupplung.
Der Campbetreiber beruhigte uns also ein wenig und versicherte, dass wir von unserem Standplatz ganz ruhig losfahren, auf jeden Fall im ersten Gang bleiben und dann gleichmäßig ohne zu zögern den Berg hinauf fahren sollen.

Ich hatte mich gestern Nacht schon mit diesem Plan vertraut gemacht, nachdem ja definitiv klar war, dass der andere Weg zu schmal ist. Wir sind jetzt also durchaus wieder etwas entspannter und vertrauen einfach dem Betreiber und seiner langen Erfahrung.

Abends haben wir noch eine ganze Weile draußen gesessen, gegrillt und den wunderbaren Sommertag ausklingen lassen - so schön kann Urlaub sein.

Kosten des Tages:

Brötchen: 1 €
Wein: 50 €
Einkauf: 33 €
Sonnenschirm: 10 €
Eis: 2 €



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