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Tag 7 - Nordnorwegen

Nordkap 2013

05.07.2013, Kilometerstand: 2889,5


Nach dem obligatorischen Frühstück, das wir mittlerweile gebetsmühlenartig mit den immer gleichen Handgriffen abspulen, fahren wir pünktlich um 9 Uhr von unserem Parkplatz am Fähranleger ab - hier haben wir eine weitere Nacht im Freien verbracht. Wie immer war die Nacht ruhig. Selbst an so offenen Stellen an denen wir von jedem Menschen der vorbei kommt gesehen werden fühlen wir uns mittlerweile absolut sicher. Bisher gab es keinen einzigen Moment in dem wir auch nur ansatzweise das Gefühl hatten in einer kritischen Situation zu stecken. Das sollte mal erwähnt werden.

Wir verlassen nun so langsam Fjordnorwegen und das merkt man auch. Die Kurven werden weniger und wir werden nicht mehr so viele Fähren benötigen wie bisher. Wir folgen der E39 bis zur E6, die uns bereits durch Südschweden geführt hat. Für die nächsten Tage geht es immer weiter gen Norden und wir kommen bereits zügig voran. Wenn wir weiterhin so gut durchkommen, dann werden wir heute sicher die Kilometer, die wir gestern verloren haben, reinholen.

Wir fahren schon eine ganze Weile parallel zu einem Fluss. Stefan schaut immer ganz verliebt zur Seite. Seiner Theorie nach müsste der Fluss voller Lachse sein. Wir werden es nicht erfahren, die Zeit ist knapp und ein Angelstopp ausnahmsweise nicht drin. Heute wollen und müssen wir unser Etappenziel schaffen um im Zeitplan zu bleiben. Schließlich wollen wir am Ende der Tour noch ein paar Tage in Polen entspannen.
In Namskogan erledigen wir einen notwendigen Einkauf im Coop und kaufen achtzehn neue Frühstückseier und zwei Packungen Frühstücks-O-Saft für insgesamt 8,25 € - wow!

15.24 Uhr erreichen wir ein Tor, dass uns wissen lässt, dass wir ab sofort in Nord-Norwegen sind. Hm...Nord-Norwegen, das klingt nach Elchen, Rentieren und Bären. Hoffentlich haben wir Glück und sehen eins dieser Tiere oder am Besten alle drei. Natürlich nicht, wenn sie unmittelbar vor unserer Motorhaube auftauchen oder morgens ins WoWa-Fenster schauen, aber beim Wildcampen in freier Natur sollte es schon sein. Abwarten.
Achja, seit Trondheim regnet es mal wieder mehr oder weniger - nichts Neues.

Bei dem kleinen Ort Svenningsdal machen wir eine kleine Pippi-Pause direkt am Fluss neben der Straße. Beim ersten Blick mutmaßt Stefan gleich, dass der Fluss an dieser Stelle zu flach zum Angeln ist, aber jetzt ist die Angel schonmal ausgepackt. Wir krackseln die Böschung runter, Honey wird natürlich getragen und wir wollen einfach mal ein paar Versuche wagen. Irgendwann hängt etwas am Blinker.. nein, der Blinker hängt am Stein. Schuhe aus und rein ins eiskalte Wasser. Der Bliker scheint es wert zu sein.

Jetzt darf Sabine mal ein paar Würfe versuchen: es ist prinzipiell einfach, aber trotzdem eine Technikfrage. Ganz so blöd stellt sie sich anscheinend nicht an, Stefan zeigt sich Geduldig und erklärt ihr nach jedem Wurf, was sie anders machen sollte. Zweimal gelingt es ihr etwas zu fabrizieren, was sie an den Schlagballweitwurf in der Grundschulzeit erinnert - üüübelst ausholen und der Ball, in ihrem Fall der Blinker, landet direkt vor den Füßen. Dann irgendwann passiert es, der Blinker reißt ab, also Ersatz befestigen und weiter üben. Es geht uns dabei gar nicht darum einen Fisch zu fangen, sondern viel mehr dient es der Wurfschule. Sabine ist angefixt und hofft auf eine geeignete Stelle an der sie einen Fisch fangen kann.

19.30 Uhr sind wir froh, als wir den Campingplatz für heute in Krokstrand, kurz unter dem Polarkreis, erreichen. Der CP ist klein, aber vollkommen ausreichend. Es gibt alles was man benötigt. Außerdem liegt er unmittelbar an der E6 und bietet sich also perfekt an um hier die Nacht zu verbringen. Wir ergattern einen Panoramaplatz direkt am Fluss, der neben uns verläuft, essen etwas, nutzen die Duschgelegenheit und machen dann noch einen kleinen Spaziergang mit Angel am Fluss entlang. Etwas oberhalb des Campingareals befinden sich ein paar Wasserfälle und Stromschnellen an denen Stefan sein Glück versucht. Er kann tatsächlich ein paar kleine Bachforellen fangen, die er aber alle wieder in die Freiheit entlässt. Es entstehen ein paar Fotos von der Landschaft um uns herum und natürlich auch von Honey.

Danach gehts zurück zum Wohnwagen und in`s wohlverdiente Bettchen.




Kosten des Tages:


Einkauf im Coop         8,25 €
Tanken                      103 €
Campingplatz            33,75 €
                     ____________
                               145 €

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