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Tag 5 - Krka NP

Kroatien 2016

17.05.2016

Heute stand auf dem Tourenprogramm der Ausflug zu den Krka-Wasserfällen im gleichnamigen Nationalpark. Der Fluss Krka ist mit 72 km Länge übrigens der längste Fluss Zentraldalmatiens.
Nur um das eigene Gewissen zu beruhigen bin ich morgens nach dem Brötchenholen noch einmal schnell in die Rezeption gegangen um zu fragen, ob diese Exkursion denn auch stattfindet. Zum Glück, denn mir sind sicherlich nicht schlecht die Gesichtszüge entglitten, als die Empfangsdame nach einem Telefonat mit dem Veranstalter oder wahlweise auch dem Hausmeister, verkündet hat, dass keine sechs Leute für die Tour zusammengekommen sind. Toll. Dafür sind wir also früh aufgestanden.

Was soll ich sagen, ob ihr es glaubt oder nicht, ich hatte bei der geführten Tour eh irgendwie ein komisches Gefühl. Es gab nirgends eine konkrete Tourbeschreibung mit dem exakten Verlauf und es konnte auch auf mehrmaliges Nachfragen niemand Auskunft dazu geben.
Dagegen standen die 65 €, die seitens des Resorts für den Ausflug pro Person verlangt werden.
Laut unserer Information beinhaltete der Ausflug eine Busfahrt, Freizeit für einen Spaziergang, die Rückfahrt, die Führung im resorteigenen dalmatischen Dorf und ein Mittagessen im dalmatischen Dorf.

Wie wir jetzt wissen, wäre der Bus nach Lozovac gefahren. Unser Reiseführer beschreibt diese Alterative als die eindeutig schechtere. Schöner ist es nach Skradin zu fahren, einem wunderschönen ehemaligen Fischerdorf, von dort dann mit dem Boot weiter nach Skradinski Buk, wo man dann einen Rundweg über die Wasserfälle entlangspazieren kann. Alternativ hätte man noch die Möglichkeit von Skradinski Buk nach Lozovac zu gehen, von wo aus dann wieder Boote weiter den Flusslauf hinauf bis Roski Slap zu fahren. Diese Bootstour bedeutet aber noch einmal drei Stunden Bootsfahrt und findet nur 2x täglich statt (11 und 15 Uhr). Wäre also bei der Hoteltour gar nicht möglich.

So sind wir mit dem Auto nach Skradin gefahren, haben uns in dem kleinen Ort etwas umgesehen, die vielen Segler im Hafen bestaunt und drei Tickets für die Bootstour nach Skradinski Buk gekauft. Die Fahrt nach Skradin dauert vom Solaris etwa 15 Minuten und ist super ausgeschildert - einfach immer Richtung "Krka NP" bis irgendwann Skradin als Abzweig auftaucht. Die Tickets von Skradin nach Skradinski Buk kosten pro Erwachsenem 110 Kuna und nicht wie in den meisten Reiseführern beschrieben 95 Kuna. Was ein Kind kostet wissen wir nicht, Hanna ist kostenlos dabei.

Die Boote ab Skradin fahren immer zur vollen Stunde, die Rückfahrt ab Skradinski Buk findet immer zur halben Stunde statt. Man kann theoretisch morgens hinfahren, den ganzen Tag dort verbringen und ggf. noch weiterfahren bis Roski Slap und am Abend zurück zum Auto nach Skradin. Der Parkplatz in Skradin, wir haben den großen am Ortseingang benutzt, kostet rund 1 € pro Stunde.

In Skradinski Buk bietet es sich wirklich an den Rundweg zu gehen, der Reiseführer spricht von 1 - 2 Stunden. Würde man permanent gehen, wäre man sicher in 45 Minuten rum, aber es gibt überall tolle kleine Aussichtspunkte, Sitzgelegenheiten, natürlich auch Souvenirshops und Omas die gebrannte Mandeln für unfassbare 10 € (!!!!!) das Schälchen verkaufen. Was nicht im Reiseführer steht, aber bei Wasserfällen irgendwie klar ist: es geht bergauf! Wenn man wie wir gegen den Uhrzeigersinn geht, was wohl dem normalen Routenverlauf entspricht, dann überwindet man den Höhenunterschied mittels Treppen. Ich bin jede einzelne davon rückwärts, Sabine vorwärts, wir beide aber den Buggy mit Hanna tragend aufgestiegen - man kann dabei schon gut ins Schwitzen kommen. Oben wird dann aber alles besser. Schon für die Querung über den Wasserverlauf auf die andere Flusseite schlendert man auf einem Steg durch dichten Wald und permanent über Wasser. Der deutsche TÜV würde durchdrehen - der Steg hat an so gut wie keiner Stelle ein Geländer. Dafür hat man aber einen tollen Blick auf die allgegenwärtigen Fische, die im klaren Wasser der Strömung trotzen. Halbwissende um einen herum sind versucht diese als Forellen zu bezeichnen, es sind aber keine. Einige mit Barteln sehen aus wie Barben, andere eher wie Döbel. Aber es sind ganz sicher keine Forellen ;-).
Auf der anderen Flussseite angekommen geht es dann ebendiesen Steg weiter mit permanentem Gefälle bis zur "Talstation" zurück. Na gut, zwei oder drei Treppenstufen muss man dabei noch absteigen, aber die machen den Kohl nicht fett.

Die Talstation ist ein massentouristisch optimierter Ort mit allem Schnick Schnack. Crepes-Bude, Eisdiele und allem was man sonst noch braucht. Hier unten hat man dann auch die Möglichkeit zu baden und bis relativ nah an die Fälle heranzupaddeln. Im gesamten übrigen Bereich ist das Baden verboten - wir sind ja schließlich in einem Nationalpark.
Es gibt im Bereich der Talstation auch ein nettes Restaurant mit urigen Holzbänken als Sitzgelegeheit, in dem wir uns dann noch etwas zu essen gegönnt haben und zwar das Beste was die Karte hergab: eine Fischplatte "Krka" (wie könnte sie auch anders heißen) für 2 Personen. 290 Kuna kostet die Platte - angemessen.

Danach kann man dann wieder zum Fähranleger und wartet auf die nächste Fähre, die ja wie eingangs bereits erwähnt immer zur halben Stunde fährt.

Insgesamt ein toller Ausflug! Der uns letzten Endes auch erhebich weniger gekostet hat als der Ausflug des Hotels und auch deutlich mehr Inhalt geboten hat.

Hier die Bilder in mehr oder weniger chronologischer Reihenfolge zu unserem Routenverlauf:
(Für die Bildbeschreibung mit der Maus übers Bild fahren).

Das war unser Tag, mehr haben wir heute nicht gemacht - reicht aber auch! Morgen gehts für mich zum Tauchen und Sabine bekommt ihren längst überfälligen Tag zum Faulenzen. Wir freuen uns beide.

Gute Nacht!


Kosten des Tages:

Brötchen: 2 €
Eintritt + Fähre: 32 €
Essen in der Skradinski Buk: 51 €
Parkplatz Skradin: 5 €

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