unser Reisetagebuch

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Tag 2 - Ankunft

Panama 2014

05.09.2014

Wir gewinnen während der Atlantiküberquerung eine Stunde Zeit und landen zu früh in Santo Domingo/Dominikanische Republik. Und das bedeutet für uns einen noch längeren Aufenthalt an einem fast verlassenen Flughafen, mitten in der Nacht (01.15 Uhr – 03.45 Uhr). Stefan nutzt die Chance zu schlafen. Es liegt sich besser über mehrere Sitze im Wartebereich, als im Flugzeug. Ich lese und lausche den Ansagen der spanisch sprechenden Flughafenangestellten. Ich verstehe nichts. Klar, einerseits wegen meiner nicht vorhandenen Spanischkenntnisse, anderseits aber auch weil es scheint als hätte sie das Mikrofon so tief im Mund, dass sie beim Sprechen an den "Froschn" vom Puppenspieler erinnert. Aber scheinbar ist das was sie sagt nicht wichtig, denn keiner regt sich - oder aber ihre Landsleute haben sie auch nicht verstanden. Irgendwann können wir zurück in das frisch gereinigte Flugzeug…übrigens eine Boeing 767.300.

Weiter geht es in Richtung Urlaub.
Auch Panama erreichen wir zu früh. Da die Crew in Santo Domingo gewechselt hat, fliegt jetzt eine Frau. Puh, es ist politisch nicht korrekt, aber das merkt man. Die Landung war hart und das Flugzeug hat den „Hüpfer“ sicher nicht vor Freude gemacht.
Wir sind da, warten erst auf unsere Koffer, dann auf unseren Abholservice und dann auf zwei fehlende Hotelgäste. Eine ganze Stunde dauert es bis sie auftauchen und unser Abhol-Onkel ist richtig gestresst. Die beiden kommen aus "Monnhiem" und haben sich chic gemacht. Lässige Jogginghose und fettige Haare. Sie saßen übrigens in der Business-Class. Wir haben uns schon auf dem Flug gefragt wie das zusammenpasst. Wir erfahren es auf der Fahrt zum Hotel. Die beiden kamen recht spät zum Einchecken und so hatte nur noch einer von ihnen einen Sitzplatz in der gebuchten Economy-Class, deshalb bekamen sie von Condor ein Upgrade. Blabla während der Fahrt und zwischendurch blankes Entsetzen, weil unser Fahrer gern schnell fährt. Ich weiß nicht wie, aber wir sind, nach zwei Stunden Fahrt, heil und ohne Zwischenfälle angekommen.
Um 08.30 Uhr erreichen wir das Royal Decameron Beach und erfahren, dass wir erst 15 Uhr ins Zimmer können. Was? Schock! Wir gehen frühstücken und stellen fest, dass wir hier die Exoten sind. Nur Lateinamerikaner um uns herum.

Nach dem Frühstück erkunden wir die Anlage. Sie ist riesig, sauber und bietet viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. In der Lobby gucken wir uns die angebotenen Ausflugsziele an und fragen gegen 11 Uhr ob wir vielleicht schon auf Zimmer können. Glück gehabt. Wir können Zimmer 1617 - mit Meerblick - beziehen, packen die Koffer aus, duschen und ruhen uns aus. Ich schlafe ein bisschen, danach geht`s an den Strand. Wir baden im Pazifik und sonnen uns. Meine blasse Haut wird ja erstaunlich schnell braun und so übertreibe ich es nicht mit der Sonne.
Gegen 16 Uhr brechen wir zu einem Strandspaziergang auf und laufen bis zu einer Stelle an der wir das bekannte und im Internet empfohlene Restaurant „El Frogata“ vermuten. Wir verlasen den Hotelstrand, sehen die runtergekommenen Häuser der Einwohner und begegnen einem jungen Hund. Er ist wenige Monate alt. Als er uns entdeckt bellt er uns an - Stefan lässt sich darauf ein, reagiert und spricht ihn an. Als wir weitergehen, versucht er das was sicher schon bei vielen anderen Touristen geklappt hat. Er springt um uns herum und an uns hoch. Stefan hat sofort Mitleid. Ich auch, aber man kann nicht jedes Tier retten und wenn wir uns weiter mit dem Kleinen beschäftigen werden wir ihn nicht mehr los. So ignorieren wir ihn und der Hund gibt schnell auf. Stefan scheint trauriger als er.
Nach einiger Zeit treffen wir auf eine Gruppe Geier. Sie vergnügen sich mit den Überresten eines Schwertfisches. Er ist schon gut zerpflückt worden. Sie lassen sich durch unsere Anwesenheit vertreiben. Aber nur so weit wie wirklich nötig.
Wir finden das Restaurant auch nach dreißig Gehminuten nicht und drehen um.
Wir nutzen die Chance für ein paare Bilder, werden von einem bellenden  Hund vertrieben und passieren erneut die Geier.
Nach einer erfrischenden Dusche schläft Stefan tief und fest. Gegen 18.30 Uhr torkeln wir müde und schlaftrunken zum Abendessen. Der Jetlag und sein Hammer haben zugeschlagen. Wir essen schnell eine Kleinigkeit und wollen nur noch ins Bett. Auf dem Rückweg zu unserem Zimmer fängt es langsam an dunkel zu werden. Momentmal! Langsam? Nach wenigen Minuten stellen wir fest, dass es hier nur hell oder dunkel gibt. Dämmerung ist hier wegen der Äquatornähe unbekannt und so schlendern wir voller Vorfreude durch die Dunkelheit in Richtung Bett.
Gute Nacht!

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü