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Tag 2 - Ankunft

Kroatien 2016

14.05.2016

Die äußerst kurze Nacht endet um 07:30 Uhr - ich habe vergessen den Wecker am Handy auszustellen :-/.
Sabine rafft sich als erstes auf, während Hanna und ich noch so tun, als würden wir schlafen. Nachdem sie sich fertiggemacht hat, geht Sie zum Kassenautomaten um mal zu schauen, was wir nun letzten Endes zahlen müssen. Schock - nur Barzahlung möglich! Wir haben aber kein Bargeld... Langsam kehrt auch wieder Leben in meinen Körper. Sabine erzählt mir von der Situation als sie zurückkommt und so ist schnell klar, dass ich eine Runde spazieren werde um einen Geldautomaten zu finden. Google sagt mir, dass 1,6km weiter im Ortszentrum eine Raiffeisenbank ist. Auf gehts! Bei diesem morgendlichen Spaziergang fällt mir auf, wie schön der Ort mit dem gammeligen Namen eigentlich ist. Sehr gepflegt, viele Geschäfte und vor allem das Thema Wein ist allgegenwärtig. Auf dem Rückweg bringe ich noch ein paar Brötchen vom Bäcker mit, so fühlt sich die Rückkehr gleich viel besser an - ich habe Essen erjagt äh mitgebracht :-)


Um 09:30 Uhr verlassen wir dann endlich den Standplatz, der uns letzten Endes genau 20 € gekostet hat - Strom extra: 1 €.
Wenige Minuten nachdem wir wieder auf der Autobahn sind, erreichen wir die Grenze zu Slowenien, die wir schnell hinter uns lassen.
Ich hätte erwartet, dass die Autobahnen am Samstag noch voller sind als am Freitag, aber um es vorwegzuehmen, wir werden den ganzen Tag nahezu freie Bahn haben.
Um 10:20 Uhr sind wir schon in Kroatien - ein gutes Gefühl, schließlich sind wir jetzt im Urlaubsland. An der Grenze werden unsere Ausweise kontrolliert. Einmal bei der Ausreise aus Slowenien und dann nochmal bei der Einreise in Kroatien. War da nicht was? Schengen, EU und so?!
Sicher alles noch Nachwehen der "Flüchtlingskrise".
Wie im Reiseführer beschrieben, müssen wir in Kroatien ein Ticket beim Auffahren auf die Autobahn ziehen, dass wir dann beim Verlassen dieser Autobahn an einer zweiten Station bezahlen müssen. Die erste Etappe von der Grenze bis Zagreb kostet uns 14 €.

 

Auch in Kroatien hören die Berge nicht auf. Man möchte ja meinen, wenn man vom flachen Land mit etwa 50m üNN ans Meer fährt, dann sollte die Bilanz zu Gunsten des Bergabfahrens ausfallen. Gefühlt gehts aber ständig bergauf. Hier merkt man schon einen gewaltigen Unterschied zum alten Wohnwagen. Auch bei leichten Steigungen werden wir im 6. Gang bei 120km/h und etwa 2200U/min stetig langsamer. Das nervt und macht das Autofahren lästig - nix mit Tempomat und abgammeln. Ich würde ja schon gern wissen, was der WoWa beladen wiegt. Leergewicht 1.150 kg maximale Nutzlast 1500 kg - und die haben wir ganz bestimmt ;-). Der Durchschnittsverbrauch liegt mittlerweile bei 11,5 l/100 km und ist damit um ganze 2 Liter höher als zu unserer Ostseeumrundung mit dem alten Wohnwagen. Alle Rechenspielchen nützen nichts, wir müssen noch einmal tanken. Hanna bekommt von all dem nichts mit, sie schläft von der Abfahrt bis 13 Uhr durch - war ja auch ne kurze Nacht...

Auf den letzten Kilometern entlang der A1 bekommen wir immer mal wieder einen Blick auf die Adria, sodass die Spannung und der Wunsch anzukommen immer größer werden.
Gegen 14:15 Uhr ist es dann endlich soweit, nach 1.390 km fahren wir von der Autobahn Richtung Sibenik ab. Es wartet zunächst wieder die Mautstation an der wir das Ticket, das wir bei Zagreb, als wir auf die A1 gefahren sind gezogen haben, bezahlen müssen. Rund 30 € stehen auf der Digitalanzeige - Meerblick kostet...
Auf der Straße 8 tangieren wir den Ort an seiner süd-östlichen Ecke und finden auch wie im Reiseführer beschrieben kurz hinter dem Ortsausgang den Hinweis auf das Solaris-Resort. Wir fahren nun direkt Richtung Solaris-Halbinsel, die quasi komplett unter Beschlag des Solaris-Resorts ist. Eine Anlage von ungeheuren Dimensionen, wie sich noch herausstellen wird.
Das Resort ist ein Zusammenschluss diverser Unternehmungen, um mit ihrer Gründung der Konkurrenz, einer ähnlichen Anlage, die es mittlerweile nicht mehr gibt Herr zu werden - scheinbar hats geklappt.

Das Solaris war 2011, 2012 und 2013 Kroatiens schönster Campingplatz und ist auch im ADAC Campingführer 2016 als Tipp gelistet und damit besonder hervorgehoben. Natürlich besteht die Anlage nicht nur aus dem Campingplatz, sondern aus diversen Ferienwohnungen aller Art, Hotels, mobilen Häusern, Bungalows, Mietzelten und -wohnwagen und sogar Safari-Zelten. Die Anlage hat 6 Restaurants, einen eigenen Aquapark, eine Tauchbasis, einen Supermarkt ... das nimmt kein Ende. Schaut`s euch selbst an auf: www.campingsolaris.com


Die Zufahrt zu unserem Stellplatz forderte nocheinmal alle verbleibende Geduld, die noch in uns schlummerte. Mehrere vor uns auf den CP eingefahrene deutsche Rentner versuchten mit etwa 200 Zügen ihre Wohnwagen in ihre Parzelle zu rangieren und sperrten damit die einzige Zufahrtsstraßen für alle anderen eine gefühlte Ewigkeit ab.
Das Aufbauen ging dann dafür sehr schnell, wir haben nur die Stützen runtergekurbelt, die Stühle rausgestellt und das wars. Wir werden auf das Vordach verzichten, dass wir extra mitgenommen haben, weil wir, dank Nord-Süd Ausrichtung des Wohnwagens, morgens auf der einen Seite des Wohnwagens und abends auf der Anderen Schatten haben - sollte reichen...

Als erste campingtechnische Amtshandlung waren wir duschen und haben den Muff der letzten 2 Tage von uns abgewaschen - ein tolles Gefühl, jetzt kann der Urlaub losgehen.

Die ungeduldige Neugier muss gestillt werden, also haben wir Hanna mit einem kurzen Nachmittagssnack versorgt, in den Buggy gepackt und uns auf Erkundungstour übers Gelände gemacht. Schließlich will man ja wissen, wo man am nächsten Morgen Brötchen herbekommt.
Hier ein paar ERSTE Eindrücke der Anlage:

Mittlerweile ist es schon 18 Uhr geworden. Hanna schläft im Wagen und wir sind hungrig. Das dalmatische Dorf, das ich bei meiner Lobesrede auf das Resort ganz vergessen habe sah wirklich hübsch aus, mit einem tollen Innenhof und einer ansprechenden Speisekarte, also haben wir gar nicht lang gefackelt und sind gleich zum Essen geblieben.

Die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen wir mit Schinken, Schafskäse, Olivenpaste und frischem Brot zur Vorspeise und mit einem adriatischen Fischteller für mich und gegrilltem Hähnchenfilet für Sabine. Nicht ganz günstig, aber sehr köstlich und in wirklich tollem Ambiente:

Nach dem Essen sind wir direkt zurück zum Wohnwagen und haben den Tag für beendet erklärt. Hanna bekam noch ihr Abendessen und dann ging es für alle ab ins Bett. Mal sehen, was wir morgen schönes machen...


Kosten des Tages:

Stellplatz Gammlitz: 20 €
Brötchen: 1,44 €
Maut I: 14 €
Maut II: 30 €
tanken: 54 €
Essen: 54 €

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