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Tag 2 - Abenteuerstraße

Nordkap 2013

30.06.2013, Kilometerstand: 965

Es hat die halbe Nacht geregnet. Wir haben uns nach dem Aufwachen um sieben Uhr - der Regen war zu laut - entschlossen weiter zu fahren. Warum sollten wir auch den Tag bei Regen im Wohnwagen verbringen, wenn wir noch ein paar Kilometer machen können. Ansonsten war die Nacht schon ganz ok, Honey ist ein paar mal umhergelaufen, aber auch sie wird sich schon an ihr neues fahrbares Zuhause gewöhnen und vor allem daran mit uns gemeinsam in einem Raum zu schlafen ohne sich alle paar Stunden davon zu überzeugen, dass wir noch am Leben sind.

Es ist 8.45 Uhr als wir, nach anfänglichen Bedenken, problemlos den Wohnwagen von der vollkommen durchnässten Wiese ziehen - guuutes Auto!
Es geht Richtung E6 und Halmstad.
Halb elf machen wir eine kurze Pipi-Pause auf einem Rastplatz bei Falkenberg. Warum wir dort auf einen regennassen Felsen klettern mussten fragt sich Sabine sicher noch heute. Sie hat sich dabei so große Sorgen um Honey gemacht, dass sie letztenendes selbst den Halt verloren hat und mit dem Hintern unsanft Kontakt zum Fels hergestellt hat. Stefan musste lachen - böööser Fehler! Aber zum Glück ist nichts passiert. Weiter gehts auf der E6 Richtung Göteborg.

Zum Mittag haben wir dann eine Pause auf dem wohl schönsten Parkplatz der Welt kurz vor Udderalla gemacht. Auf einer Klippe über einer Schlucht gelegen kann man von hier aus in das Tal und auf die Autobahnbrücke schauen. Das Bistro auf dem Gipfel läd zum Verweilen ein.

Um 13.15 Uhr erreichen wir den Hafenort Hamburgsund, der uns im Reiseführer empfohlen wurde. Ein wirklich traumhaft schöner Ort inmitten der südschwedischen Schärenlandschaft!
Wir essen ein Stück Lachs in einem Fischladen am Hafen und danach ein leckeres Eis zu einem jedoch unfassbaren Preis von 8,75 € für vier Kugeln.
Hamburgsund erhält von uns abslout das Prädikat sehenswert!






Wir fahren nach etwa einer Stunde Aufenthalt weiter nach Fjällbacka, machen einen Tankstop in Grebbestad und treffen dann wieder auf die E6.

Es ist mittlerweile halb vier und wir passieren die norwegische Grenze. Sabine will es unbedingt wissen und wählt die Zollspur. Die verdutzten Beamten können es gar nicht fassen, dass wir extra wegen dem Hund zum Zoll kommen. Wie der dänische Kollege schaut er flüchtig in den Ausweis ohne zu wissen, wonach er sucht und das wars. Die Frage nach dem Alkohol meint er jedoch ernst und will uns nicht so recht glauben, dass wir beide keinen trinken - schließlich sind wir doch Deutsche und seine Frage bezüglich des Alkohols und unserer Nationaität macht entweder klar, wie die Norweger über uns denken oder es veranschaulicht einmal mehr wie teuer Alkohol in Skandinavien ist und was er vielleicht wirklich als Hintergedanken hatte. Letztendlich winkt er uns durch.

Es ist spät geworden, bereits 20 Uhr und wir sind bis weit in die Abenteuerstraße E7 vorgedrungen, die uns auch noch morgen quer durch Norwegen, durch die Hardangervidda und bis nach Bergen führen soll. Wir fahren in der Nähe von Veteren am Kroderen von der E7 ab und suchen uns einen netten Platz mitten im Wald an einem kleinen Wasserfall. Heute wollen wir das erste Mal frei stehen, Sabine ist noch skeptisch, kann aber beruhigt werden.
Parkposition gefunden, Wohnwagen auf und dann der Schock - der Küchenschrank hat das ganze Geschirr freigegeben um nicht zu sagen ausgekotzt. Bei den Straßenverhältnissen der letzten 10 km abseits der E7 kein Wunder. Alles ist durcheinander, vieles kaputt.
Schadensbilanz: sechs kleine Teller, zwei große Teller, ein Suppenteller, zwei Tassen, vier Gläser und drei Schüsseln - hin und nicht mehr zu benutzen.
Wir nehmen es locker, ändern können wir jetzt eh nichts mehr. Nun heißt es halt mit etwas weniger Geschirr auszukommen. Sabine fügt hinzu, dass sie eh nicht vor hatte tagelang mit schmutzigem Geschirr im Gepäck durch Skandinavien zu gurken und Besuch erwarten wir auch nicht.

Es gab heute Abend einfach nur Linsensuppe aus der Dose.
Erwähnenswert hier sind auf jeden Fall die Mücken! Eine unvorstellbare Anzahl von ihnen hüllt uns vollkommen ein.
Honey ist ebenfalls schon versorgt und liegt unangeleint vor dem Wagen, die Mücken sind ihr scheinbar egal.

Wir brechen zu einem kurzen Verdauungsspaziergang zum nahegelegenen Wasserfall auf und machen ein paar Bilder. Sabine befürchtet, dass der Wohnwagen geklaut wird, wenn wir weg sind oder irgend welche Vandalen etwas kaputt machen. Stefan grinst nur...

21.30 Uhr - noch immer taghell, wir beschließen so langsam zur Ruhe zu kommen und gehen schlafen. Morgen liegt schließlich noch ein gutes Stück vor uns bevor wir Bergen erreichen.

Gute Nacht!

Kosten des Tages:

Frühstücksbrötchen                   3 €
Lachs in Hamburgsund              20 €
Eis in Hamburgsund               8,75 €
Tanken                              89,54 €
Maut kurz vor Norwegen        2,50 €
                                      __________
                                      123,79 €

 
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