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Tag 18 - Sorkwity

Nordkap 2013

16.07.2013, Kilometer: 7349

Nach dem Aufstehen versorgt uns die Betreiberin des Campingplatzes für zwei Euro mit frischen Himbeeren aus dem eigenen Garten. Bei dieser Gelegenheit erklären wir ihr gleich unser Problem mit dem Wohnwagen - sie verspricht etwas zu organisieren. Kurze Zeit später ist ein Bekannter von ihr auf dem Platz, der sich das Problem live ansehen wollte. Der litauische Hühne spricht kein Wort englisch und das angebotene russisch müssen wir leider ablehnen, da uns bis auf die üblichen Phrasen des Schul-Russisch nicht viel von der Sprache geblieben ist. Er scheint zuversichtlich uns helfen zu können, wir kommunizieren über die Platzbetreiberin und vereinbaren, dass wir 50 € für die Reparatur bezahlen sollen. Die Reparatur soll bei ihm Zuhause stattfinden. Wir verabschieden uns von der Betreiberin und freuen uns über so viel Hilfsbereitschaft. Im Allgemeinen muss man sagen, dass wir im Baltikum ausschließlich hilfsbereite und freundliche Menschen getroffen haben!
Wir fahren dem Unbekannten hinterher und stellen fest, dass er nur wenige hundert Meter vom Platz entfernt in einem wirklich schönen und für diese Region herausragend luxuriös anmutendem Haus lebt.
Unser Helfer erbittet sich eine Stunde Zeit, die wir nutzen wollen um in Silauliau etwas einzukaufen. Wir dürfen nur nicht vergessen uns den Rückweg zu merken, denn nach Straßenschildern fahren ist hier einfach nicht drin.
Nach einer Stunde kommen wir zurück und sehen, wie eben noch die letzten Arbeiten m Wohnwagen durchgeführt werden. Soweit unser Laienauge das beurteilen kann hat er seine Arbeit sehr gut gemacht!
Wir bedanken uns überschwänglich bei ihm und kramen all die letzten vorhandenen Brocken Schulrussisch raus, die uns gebleiben sind. Die Verabschiedung ist sehr herzlich, vermutlich wünscht er uns eine gute Heimreise und was man sonst noch wünscht. Es ist 10.45 Uhr und wir rollen gut gelaunt mit einem frisch reparierten Wohnwagen Richtung Polen.

In Polen sind die Straßen, anders als in vielen Reiseführern beschrieben, in recht gutem Zustand, sodass wir endlich mal wieder zügig vorankommen. Nach weiteren 250 Kilometern erreichen wir 16 Uhr endlich Familie Lorenz in Sorkwity. Der deutsche Günther und seine polnische Frau Elsbieta nehmen uns sofort herzlich in die kleine Camperrunde, bestehend aus drei älteren, niedersächsischen Paaren, auf. Zusätzlich gibt es zu dem kleinen Campingplatz noch fünf Ferienwohnungen zu deren Besitzern wir aber noch nicht wirklich Kontakt hatten. Lediglich ein Paar aus Chemnitz lernen wir am Abend kennen.

Das Haus, ein alter Gutshof, und der Campingplatz, der eigentlich der Garten des Gutshauses ist, liegen direkt an einem schönen kleinen Badesee. Man kann Ruderboote nutzen, die Brötchen werden jeden Morgen frisch gebracht und das absolute Highlight des Platzes ist eine Grillhütte mit riesigem Schwenkgrill, der jeden Abend ab 18 Uhr befeuert wird. Dort treffen sich dann alle in gemütlicher Runde, grillen, trinken und unterhalten sich - jeden Abend. Eine tolle Athmosphäre. Alle hier bilden eine sehr nette und familiäre Gemeinschaft. Die schöne Umgebung in herrlicher Natur tut ihr Übriges.
Hier bleibt einem wirklich nichts anderes übrig als runterzukommen und zu entspannen - genau so haben wir uns die letzten Tage unserer Reise vorgestellt.
Wir sitzen bis spät in die Nacht in der Hütte und quasseln mit den anderen Urlaubsgästen - ganz ohne polnischen Wodka, der zu Ehren Elsbietas heutigen Geburtages gereicht wird, schaffen wir es dann doch nicht aus der Hütte ins Bett. Ein gelungener erster Tag.

Kosten des Tages:

Himbeeren             2 €
Tanken                54 €
WW Reparatur      50 €
Einkauf            17,84 €
Hessburger        7,79 €
                ___________
                   131,63 €

 
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