unser Reisetagebuch

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Tag 17 - auf nach Trogir

Kroatien 2016

Unser letzter Tag in Mlini beginnt um 8 Uhr morgens bei leicht bedecktem Himmel. Wieder scheint es so, als würden wir genau dann abreisen, wenn das Wetter sich verschlechtert - der Sonne hinterher.

Nach dem Frühstück kramen wir routinemäßig unser Zeug zusammen, verstauen alles Seefest im Wohnwagen und reisen pünktlich gegen 10 Uhr ab.
Da die Autobahn bisher nur bis ins 100 km nödlich gelegene Ploce reicht, fahren wir erneut auf der schönen Adria-Magistrale, der Straße 8, die hinter jeder Kurve eine Überraschung bereit hält. Hier und da liegen direkt neben der Straße, etwas unterhalb am Meer traumhafte kleine Buchten mit feinem weißen Kies in denen ein einsamer Segler liegt - wirklich schön. Groß anhalten und Bilder machen wollen wir aber nicht, weil die Magistrale auch eine sehr gefährliche Straße ist. In jedem Jahr gibt es unzählige Tote auf der Strecke.

Ab Ploce fahren wir der Einfachheit halber aber wieder auf die Autobahn. Von hier sind es etwa noch 110 km bis zur Abfahrt nach Trogir. Wie bisher jedesmal ist die Autobahn mehr oder weniger leer und wir kommen super voran. Bis auf ein Teilstück bei dem wir zwölf Kilometer bergauf fahren und am Ende im 3. Gang bei 60 km/h landen - der Motor hat sich auf 120 °C aufgeheizt, beruhigt sich aber schnell wieder, nachdem der Anstieg geschafft ist.

Durch Trogir sind wir dann schnell durch und fahren über die Brücke auf die vorgelagerte Insel Ciovo, die so dicht am Festland liegt, dass man fast verpassen könnte auf einer Insel zu sein. Auf der Insel gehts dann noch zwei oder drei Kilometer am Ufer entlang bis wir am Camp Rozac (Rojats gesprochen, wobei das J wie das G in Gelee klingt) erreichen.

Das Camp liegt vollkommen auf einer kleinen Halbinsel und ist deutlich kleiner als angenommen. Laut Campingführer ist der Platz nämlich so gut ausgestattet wie sonst nur die ganz großen, weshalb wir dachten wieder in einer Anlage wie dem Solaris zu landen. So ist es aber fast noch besser, weil einfach viel mehr Ruhe herrscht - abgesehen von den Flugzeugen, denn das Camp und Trogir liegen in der Einflugschneise von Split. Zwar ist Split nicht der Airport Frankfurt, aber es kommen schon einige Flieger am Tag runter.

Der Platz sollte aber über so viele Annehmlickeiten verfügen, dass dieser negative Punkt wieder wett gemacht wird.

Am Nachmittag waren wir noch schnell einkaufen und im Diving Center, um alles abzuklären. Im Anschluss sind wir dann im Restaurant auf dem CP essen gewesen. Das Restaurant ist im CP-Führer ziemlich gut bewertet, was wir nur bestätigen können.
Es gibt Live-Musik der 60er Jahre und sehr gutes Essen. Ich esse - endlich - eine Goldbrasse als Hauptgang, die es bisher in keinem anderen Restaurant gab und meiner Meinung nach einer der köstlichsten Meeresfische des Mittelmeeres ist. Die Preise sind fair und günstiger als in den Restaurants in denen wir bisher waren. Weil wir ein paar Minuten warten mussten, bekamen wir sofort einen Korb mit Brot und Fischpastete als kleine Aufmerksamkeit. Also was soll man noch mehr sagen: super Restaurant! By the way: Man hätte im Camp auch die Möglichkeit HP oder VP zu buchen, da das Restaurant auch Frühstück anbietet.

Mal ein kurzer Sidekick zu dieser Fischpastete:
Diese haben wir jetzt schon mehrfach in Restaurants gegessen und auch im Supermarkt immer wieder gekauft. Weißbrot mit Fischpastete drauf ist extrem lecker und wird in Zukunft, sofern möglich, auch in Deutschland in unsere Palette der Speisen aufgenommen. Probiert es mal aus!

Nach dem Duschen müssen wir aber mal rumnörgeln. Zwar sind die Waschhäuser Top ausgestattet und bieten alles was man braucht, sogar eine Hundebadewanne, aber die Duschen haben keinen abnehmbaren Duschkopf, werden mit Knopf angestellt und die Temperatur ist nicht einstellbar! Wenn die wüssten, was für Warmduscher wir sind, dann würden sie wissen, was sie uns damit angetan haben. Aus Sicht vom ADAC und anderen Bewertungsstellen ist das natürlich toll: super Hygiene und bla bla bla, da könnte ich aber gern auf Hygiene verzichten und hätte lieber eine Mischbatterie mit abnehmbarem Duschkopf. Naja wir werden es ertragen...müssen.

Das soll es für heute gewesen sein. Morgen ist Strandtag angesagt und vielleicht fahren wir noch nach Trogir.


Kosten des Tages:

Brötchen: 0,50 €
Camping Kate: 88 €
Autobahnmaut: 13 €
Einkaufen: 43 €
Restaurant: 44 €

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