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Tag 14 - Elaphiten-Inseln

Kroatien 2016

26.05.2016

Wie bereits erwähnt, haben wir heute den Ausflugsklassiker der Region Dubrovnik schlechthin auf dem Plan. Wir machen eine Tagestour mit einem Boot zu den Elaphiten-Inseln. Die Elaphiten sind eine kleine Inselgruppe, bestehend aus 30 Inseln von denen aber nur drei bewohnt sind. Diese drei Inseln werden dann auch mit dem Boot angefahren. Die Inseln sind berühmt für ihre blühende, subtropische Vegetation und das kristallklare Wasser. Besiedelt waren die drei Hauptinseln Kolocep, Sipan und Lopud  schon zur griechischen Zeit. Später nutzten auch die Römer die Inseln. Ab dem 11. Jhd. fielen die Inseln dann an die Republik Ragusa. Der Bürgerkrieg 1991 - 1995 blieb für die Inseln folgenlos. Seit einigen Jahren erfreuen sie sich wieder steigender touristischer Beliebtheit.



Los geht die Tour im Hafen von Mlini. Ein Wassertaxi holt uns ab und bringt uns in die Altstadt von Dubrovnik. Hier liegt das Ausflugsboot, das von Grunde her nur ein umgebauter Fischkutter ist. Gebucht haben wir die Tour bei unserem guten Antonio, der uns auch schon die Tickets nach Cavtat verkauft hat. Der Tagesausflug kostet 300 Kuna (42 €) pro Person. Enthalten ist die Bootsfahrt, ein Mittagessen (Fisch oder Huhn) und alle Getränke. Also an sich ganz in Ordnung.

Dubrovniks Altstadt erreichen wir dann von der Wasserseite, was  für wirklich tolle Ansichten sorgt. Von Meereshöhe aus wirken die Befestigungsanlagen noch viel gewaltiger als wenn man oben drauf steht. Wir freuen uns dadurch nur noch mehr auf die besvorstehende Stadtführung übermorgen.

Der Ausflug beginnt. Das Boot, auf dem laut Antonio bis zu 130 Personen Platz finden ist gefühlt mit etwa 60 Leuten besetzt, was auch ausreichend ist, 130 Personen wollen wir uns lieber nicht vorstellen.
Als erstes fahren wir zur Insel Kolocep. Auf dem Weg dorthin gehts es dicht vorbei an den Felskanten der kroatischen Küstenlinie.
In Kolocep landen wir im Ort Donje Selo an. Im Hauptort der Insel leben nur etwa 150 Menschen. Im 15 Jhd. waren es noch etwa 2000. Sehenswürdigkeiten sind sogar laut Reiseführer rar. Im 15. Jahrundert soll es im anderen Ort der Insel, Gornje Celo, eine Werft gegeben haben und eine eigene Handelsflotte mit 70 (!!!) Schiffen.

Auf unserem Weg durch den Ort finden wir die Kapelle des heiigen Antonius von Padua. Eine vorromanische Kapelle aus dem 11. Jhd, die aber erstmalig 1283 erwähnt wird.Sie war zunächst dem heiligen Georg geweiht, wurde dann 100 Jahre später aber umgewidmet.

Der Aufenthalt auf Kolocep ist mit nur 30 Minuten angesetzt. Wer nicht vor hat, die Insel zu umrunden hat zwar genug Zeit, wir würden es aber dennoch gut finden, wenn man nicht ganz so sehr auf die Uhr schauen müsste.

Weiter geht es zur Insel Sipan, die die größte der Elaphiten ist.
Auf dem Weg dorthin gibt es an Bord aber erstmal Mittag. Sabine hat Hühnerbrustfilet mit Salat und ich eine gegrillte Makrele mit Salat. Dazu noch ein Brotkorb und die Getränke. Sabine meinte ihr Huhn sei mehrfach gestorben, es wäre aber o.k.
Meine Makrele lag auch eine ganze Weile auf dem Grill, was dem ganzen aber eine gewisse Knusprigkeit verliehen hat, die mir so bei Fisch noch nicht bekannt war. Nicht falsch verstehen, ob es nun ein Unfall oder Absicht war: es schmeckt echt gut! Der Fisch zumindest - den Salat rühre ich nicht an...

Die Möwen der Umliegenden Inseln kennen den Fahrplan der Schiffe und deren Mittagspausen ganz genau. So dauert es also nicht lange, bis wir, wie es sich für einen Fischkutter gehört, von Möwen umzingelt sind, die lauthals nach Futter rufen. Und das bekommen sie auch... Ich bin sicher, dass wohl kein Fischrest im Müll gelandet ist. Auch der Inhalt der Brotkörbe wird reichlich verteilt. Die Möwen sind so daran gewöhnt, dass sie im Flug aus der Hand essen. Klappt auch bei Sabine:


Die Insel Sipan hat ca. 500 Einwohner. Angelegt wird in Sipanska Luka. Hier stehen der ehemalige Rektorenpalast sowie eine Pfarrkirche aus dem 16. Jhd. Ansonsten gibt es noch ein Restaurent, einen Weinhandel und ein paar kleine Stände mit Olivenöl, Spitzendecken und Muscheln. Das Olivenöl soll übrigens umgerechnet 10 € kosten und ist in einer alten vermutlich benutzen und ausgespülten Flasche abgefüllt. Sorry, aber irgendwo hat auch mein Verständinis für das Ausnehmen der Touristen ihre Grenzen...

Wir essen ein Magnum für 3 €, schauen etwas herum, entdecken eine Gabel im wirklich kristallklarem Wasser und ganz wichtig: Wir wickeln Hannas Hinterteil unter einer Palme.

Der Aufenthalt auf Sipan ist mit 40 Minuten angesetzt - völlig ausreichend.







Jetzt geht es zurück zur mittleren Insel, die für uns aber die letzte sein wird. Wir fahren nach Lopud. Lopuds einzige Siedlung Lopud hat nur ca. 390 Einwohner. Dafür ist hier aber wirklich was los. Der Ort liegt in einer schönen Bucht mit toller Uferpromenade an der sich ein Restaurant an das Nächste reiht. Auf Lopud gibt es ca. 30 Klöster, Kapellen und Wehranlagen in allen erdenklichen Zuständen. Im Ort Lopud befindet sich auch das Hotel Lafodia mit zugehöriger Lounge am separierten Strand.

Angepriesen wurde uns aber nicht der Ort Lopud sondern die tolle Badebucht auf der anderen Seite der Insel. Wir dachten zunächst auch, dass wir dort hinfahren...
Leider ist der Strand vom Ort Lopud 2km bergauf entfernt - nichts für uns und unseren Buggy.
Erst nachdem wir gut die Hälfte der Wartezeit von immerhin 2:45h  in Lopud abgesessen haben sehen wir, dass Golfmobile als Taxen fungieren und man mit denen wahrscheinlich auch zum Strand fahren könnte. Hm... waren wir nun zu blöd oder hätte man das auf dem Boot auch mal ansprechen können?
Zwar kann man in Lopud (Ort) auch gut baden, aber eben nur an einer Strandpromenade - da kommt bei uns wenig Badestimmung auf.

Wir besichtigen noch einen Park, der dabei ist zu verfallen - die Geschichte dazu erspare ich euch - und entdecken ein vor langer Zeit verlassenes Grandhotel, das heute eher den Anschein macht besetzt zu sein.

Am Ende landen wir wieder am Bootsanleger und verbringen noch ein wenig Zeit in der Lounge des Lafodia. Wir verbringen derart viel Zeit in den Sesseln der Lounge, dass wir uns dazu entscheiden diese Dinger auch für die heimische Poollandschaft anzuschaffen.

Dann irgendwann, man möchte schon sagen "endlich", ist Abfahrt.


Nach dem Aufenthalt auf Lopud geht es dann zurück nach Dubrovnik, wo wir wieder per Wassertaxi nach Mlini gebracht werden. Um 18:30 Uhr sind wir, wie prognostiziert, zurück.

Was bleibt über den Tag zu sagen: Kann man machen, muss man aber nicht.
Sicher war der Tag nicht uninteressant oder sogar einfach nur scheiße, aber ein so tolles Highlight, wie es hier überall angepriesen ist, ist es einfach nicht. Wer also nicht so viel Zeit oder das Geld über hat, der kann die Tour auf die Elaphiten auch auslassen. Mit unseren Bildern hat man mehr oder weniger alles gesehen....ALLES.

Wünschenswert wäre es, dass die ansonsten sehr nette Bootscrew vor den einzelnen Landgängen mal mit ein paar Informationen um sich wirft. Dann würde man nicht wie von der Schubkarre an den Hafen fallen ohne zu wissen, was man jetzt eigentlich machen soll. Wir wussten es ja mehr oder weniger, weil wir natürlich vorher fleißig im Reiseführer gelesen haben. Wer das aber nicht gemacht hat, stand in der Regel erstmal etwas "da, wie doof".

Den Rest des Abends verbingen wir mit der Essenszubereitung und der vollumfänglichen Versorgung von Hanna, die den gesamten Tag toll durchgehalten hat.

Morgen soll es etwas ruhiger werden.

Gute Nacht.


Kosten des Tages:

Brötchen: 0,50 €
Tagesausflug: 85 €
2x Magnum: 6 €
Getränke: 7 €

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