unser Reisetagebuch

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Tag 12 - auf nach Dubrovnik

Kroatien 2016

Heute ist der Tag der Tage gekommen. Wir wollen nach dem Frühstück nach Dubrovnik fahren. Es regnet schon den ganzen Morgen mehr oder weniger stark, was uns nur noch mehr Kopfschmerzen bezüglich unserer Ausfahrt vom Platz macht.

Nach dem Frühstück kommt Mario, der Campbetreiber zu uns und fragt wann wir abreisen. Er will noch einmal schnell losfahren und mit einem Freund wiederkommen um beim Drehen des Wohnwagen zu helfen. Das ist doch mal Service - oder ahnt er einfach, dass es doch nicht so einfach wird, wie er versprochen hat?!

Während Mario auf der Suche nach, nennen wir ihn einfach mal, Luigi ist, hört es auf zu regnen und sofort trocknet die Ausfahrt ab - jetzt wäre der richtige Zeitpunkt. Gerade als Mario samt seinem Freund zurückkommt beginnt es wieder zu tröpfeln. Wir fangen also sofort an den Wohnwagen hangabwärts zu drehen und anzukuppeln. Dann nochmal die übrigen Beschwörungen von Mario: nur im ersten Gang, nicht kuppeln, gleichmäßig gas geben.

Erster Versuch: Ich fahre von der Terrasse herunter auf der wir die letzten Tage standen, nehme aber den Winkel auf die Ausfahrt zu spitz und komme kaum 10 m weit - Motor aus. Na das geht ja gut los... also langsam zurück auf unsere Terrasse.

Zweiter Versuch: Dir Kurve schön geschnitten, es geht bergauf, ich halte das Gas schön gleichmäßig, werde langsamer - Motor aus.
Puh, also wieder langsam zurück. Diesmal will ich etwas mehr Gas geben, wobei zuviel natürlich auch blöd ist, denn wenn die Räder kurz durchdrehen geht Vortrieb verloren und das Unvermeidliche nimmt seinen Lauf.

Dritter Versuch: Ich bin noch etwas weiter zurück auf die Terrasse gefahren um schon mit der genau richtigen Drehzahl und Geschwindigkeit in den Hang zu fahren. Es läuft, der höchste Punkt des letzten Versuchs ist erreicht und es geht noch immer weiter. Plötzlich drehen die Räder durch, ich versuche etwas Gas wegzunehmen um wieder Traktion zu kriegen, was uns aber nur noch langsamer macht, also jetzt oder nie, Vollgas und die letzten Meter bis zum ersten Absatz hochkratzen...........geschafft! Das war der erste steile Teil, es folgt ein weniger steiler Abschnitt auf dem ich wieder die optimale Drehzahl einpegeln kann um dann in den letzten steilen Abschnitt bis zur Auffahrt auf die Landstraße zu fahren. Das letzte Stück gelingt dann auf Anhieb sehr gut und mit gleichbleibendem Tempo schaff ich es auf die Landstraße. Dort halte ich dann an, steige aus und fahre mein Adrenalin runter, winke noch einmal zu Mario, Luigi und den beiden anderen Gästen, die das Schauspiel beobachtet haben, dann ist Sabine, die Kamerafrau war, auch angekommen und wir starten unsere Fahrt nach Dubrovnik.

Bis nach Dubrovnik sind es übrigens laut Straßenschild nur 98 km, also eigentlich ein Klacks. Da es aber noch keine Autobahn für das letzte Stück gibt, muss man die Magistrale an der Küste entlang fahren. Durch den Regen ist der allgemeine Verkehrsfluss etwas langsamer als sonst und so kommt es, dass wir 2 Stunden für die Strecke brauchen.

Immer entlang der Straße 8 kommt man unweigerlich nach Dubrovnik und erhält schon beim Näherkommen einen super Blick von der, an dieser Stelle, sehr hoch gelegenen Straße auf den Hafen der Neustadt. und die verschiedenen Stadtteile drumherum.

Wir passieren Dubrovnik und fahren 7 km nach dem Ortsausgangsschild in den Ort Mlini ein, in dem sich unsere nächste Station, "Camping Kate", befindet. Die Orte südlich von Dubrovnik, bis Cavtat, liegen alle in einer sehr schönen großen Bucht. Die Region zu der die Ortschaften der Bucht gehören wird als Riviera Dubrovniks bezeichnet und bietet eine super Alternative zu den viel teureren Hotels und Campingplätzen in Dubrovnik selbst. Alle Orte der Riviera sind hervorragend per Bus oder Bootstaxi mit Dubrovnik verbunden, sodass man keine Abstriche machen muss.

Dubrovniks Altstadt selbst ist autofreie Zone und von daher ist man eh auf andere Verkehrsmittel angewiesen.

Das Bootstaxi von Mlini nach Dubrovnik in die Altstadt kostet p.P. 100 Kuna (14 €) und gilt für hin und zurück. Die Fahrt dauert 25 Minuten. Nach Cavtat kostet das Hin- und Zurückticket 80 Kuna (11 €) bei einer Fahrzeit von 15 Minuten.

Der Campingplatz ist in Mlini nicht zu verfehlen, er hat eine Abfahrt direkt von der Hauptstraße, diese ist super ausgeschildert und angekündigt. Der Platz besteht aus zwei Teilen, wobei der obere dicht an der Straße liegt und der untere dann direkt am relativ steilen Hang. Die Plätze sind nicht parzelliert, es gibt alles was man braucht, jeder Platzteil hat ein eigenes Sanitärgebäude. Wir haben uns einen Platz auf dem unteren Teil, direkt unter einem riesigen Feigenbaum ausgesucht und sind damit sehr zufrieden. Vom unteren Teil des CP gibt es dann auch einen Ausgang, der zu einer Treppe führt, die unmittelbar an der Uferpromenade endet. Hier unten gibt es dann diverse Lokale, Souvenirshops und den Hafen. Wenn man die Treppe hinuntergeht ist der erste Laden eine "Travelagency" und zwar die von Antonio, einem sehr netten Typen, der z.B. die Tickets für die Bootsfähren verkauft, aber auch noch andere Exkursionen im Angebot hat, wie bspw. eine Tagestour zu den Elaphitinseln, die wir sowieso machen wollten.

Nachdem wir angekommen sind, schauen wir uns nur noch etwas um, erkunden die Gegend und die Uferpromenade um für morgen schon einmal eine grobe Vorstellung von dem zu haben, was uns erwartet.

Am frühen Abend fahren wir noch in das Sub-City Einkaufszentrum im Nachbarort von Mlini (Richtung Dubrovnik), schauen hier und da und versorgen uns mit Lebensmitteln aus dem Supermarkt.

Das solls für heute auch gewesen, morgen gehts dann sicher schon auf den ersten Ausflug.


Exkurs zur Ausfahrt vom Camp Vala in Orebic:
Dass es geklappt hat, wisst ihr ja jetzt. Wäre die Straße nicht feucht gewesen hätte es eventuell sogar beim ersten Versuch geklappt. Aber was sich definitiv gezeigt hat ist, dass es doch nicht so selbstverständlich ist, wie Mario das vorher angekündigt hat. Ohne Frage, Camp Vala ist ein super Platz der auf jeden Fall eine Reise lohnt, aber man sollte sich die Ausfahrt vorher anschauen. Wären wir z.B. mit dem Auto von Sabine, einem Skoda Octavia, unterwegs, wären wir niemals weggekommen. Damit der geneigte Leser, der darüber nachdenkt dort Urlaub zu machen  eine Vorstellung von dem Verhältnis Auto/Wohnwagen hat, mit dem wir unterwegs sind, will ich hier mal ein paar Zahlen darstellen. Unser Auto ist ein Ford Mondeo 2.0 TDCi mit 140 Diesel-PS. Wir fahren auf 235er Reifen - die Breite spielt ja bei der Reibung und der damit verbundenen Kraft, die man auf die Straße bringt eine wichtige Rolle. Der Mondeo hat ein Leergewicht von 1.576kg und war außer mit Hanna und mir nicht beladen, also sagen wir mal rund 1.700kg. Der Wohnwagen hat ein Leergewicht von 1.150kg und eine zulässige Gesamtmasse von 1.500 kg, von denen ich denke, dass wir die auch ausgereizt haben. Vielleicht hilft es euch bei der Planung zu wissen, dass es mit dieser Kombination sogar auf feuchter Straße klappt.
Vielleicht noch ein kleiner Tipp: Durch verringern der Stützlast des WoWa mittels Gepäckverlagerung nach hinten, hat das Auto an der Vorderachse mehr Grip, da die Hinterachse ja nicht so stark belastet wird. Natürlich sollte die Stützlast nicht negativ werden und das ganze gilt auch nur für Fronttriebler ;-).


Kosten des Tages:

Brötchen: 1 €
Campingplatz: 110 €
tanken: 62 €
Einkauf: 47 €

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü