unser Reisetagebuch

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Tag 1 - Abflug

Panama 2014

Warum wir nach Panama wollen? Das ist doch klar:

„In Panama“, sagte er, „ist alles viel schöner, weißt du. Denn Panama riecht von oben bis unten nach Bananen. Panama ist das Land unserer Träume, Tiger. Wir müssen sofort morgen nach Panama…“   Janosch

Also los:

04.09.2014
Unser Urlaub beginnt damit, dass wir die Hunde wegbringen. Honey ist zuerst dran. Sie weiß schon was ihr blüht. Ihr letzter Aufenthalt in der Tierpension ist ja durch unseren Müritzurlaub noch nicht einmal vier Wochen her. Sie weiß also warum das Auto angehalten hat und ich muss sie förmlich aus dem Auto ziehen, aber sie muss raus. Wir werden unseren Urlaub nicht absagen nur weil sich Madame ziert. Außerdem hat sie rund um die Uhr Animationsprogram, was MoMo nicht von sich behaupten kann. Honey wird an die Tierpensionsbetreiberin übergeben und wir verabschieden uns. Sie bockt und schlüpft aus dem Halsband. Aber bevor sie die neugewonnene Freiheit genießen kann, wurde sie schon wieder eingefangen. Tschüss Honey.

Bei MoMo läuft es ähnlich. Er weiß was kommt und wir leiden innerlich mit ihm. Schließlich wird er oft ohne Gesellschaft sein und wir ahnen jetzt schon welcher Anblick uns bei unserer Rückkehr erwartet: ein müder, abgemagerter, heiserer Malinois mit stumpfem, struppigem Fell. Tschüss MoMo.

Ab nach Hause. Das restliche Zeug zusammenkramen und warten bis es 13.50 Uhr ist. Weil wir es nicht mehr abwarten können ziehen wir eher los. Auf in Richtung Gerwisch Hauptbahnhof…äh Bahnhof – ohne Haupt. Ich ziehe mein Geburtstagsgeschenk, also den Koffer smoothed hinter mir her. Stefan schwitzt, keucht und ja er schimpft. Sein Koffer ist nämlich gehbehindert – es fehlt eine Rolle. Und dieser Umstand macht die Ganze Sache umständlich und für keinen der Beteiligten angenehm. Er schleift ihn hinter sich her, er trägt ihn und er benutzt meinen Koffer als „Gehhilfe“ für seinen. Es nützt nicht, was er auch versucht, es bleibt ein anstrengender Weg zum Bahnhof. Als wir ankommen ist er durchgeschwitzt. Der Koffer und die Sonne haben ganze Arbeit geleistet…Klärchen verabschiedet uns strahlend.
Stefans T-Shirt kann die Wartezeit auf den Zug zum Trocknen nutzen. Der RE rollt pünktlich 14.16 Uhr ein. Wir besetzen ein 4er-Abteil. Bequem – bis Braunschweig. Dort müssen wir in einen ICE umsteigen und vorher das Gleis wechseln. Stefan wuchtet beide Koffer die Treppe zum Verbindungsgang der Gleise runter. Auf halber Strecke weist uns eine Dame auf den Aufzug hin. Ok, hätten wir sehen können – haben wir aber nicht. Wir nutzen ihn dann aber für den Weg nach oben.
Der ICE ist übervoll und wir besteigen den Zug hinter dem Speisewagen. Der erste Wagon ist voll und wir gehen weiter in Richtung Zugende. Irgendwann fallen mir die „1“- Zeichen auf - super, die falsche Klasse und eine „2“ ist nicht in Sicht. Irgendwann weist uns eine, ebenfalls nach der „2“ suchende Mitreisende darauf hin, dass die 2. Klasse vor dem Speisewagen ist. Na toll, also umdrehen und erneut durch den halben Zug. Die erste „2“ ist voll, die nächste auch. Das geht so weiter bis zum vorletzten Wagon. Erst hier finden wir einen Doppelsitz, der jetzt noch frei ist. Ab Frankfurt ist er reserviert. Das passt, es wird also ein fliegender Wechsel. Ach ja, zur Erinnerung: Stefan musste seinen Koffer durch den gesamten Zug tragen.
Wir sitzen…endlich…und erholen uns. Irgendwann bekommen wir Durst. Stefan öffnet die VitaColaTropic und wir bemerken beide zu spät, dass sie vorher gut durchgeschüttelt wurde. Am Ende ist Stefan durchnässt. T-Shirt, Jeans, Arme – alles nass. Er riecht jetzt also während der gesamten Fahrt tropisch, aber am Ende der Zugfahrt ist er wieder trocken. Es passiert nichts Spannendes. In Frankfurt/Main steigen wir in die S-Bahn – sie bringt uns zum Flughafen.
Wir sind da, suchen den Condor-Schalter und checken ein. Beide Koffer haben zusammen 39,5 kg…fast Maßarbeit. Und dann erfahren wir, dass wir nicht zusammensitzen. Klasse.
Wir essen bei Käfer`s und gehen in den Sicherheitsbereich. Dort piept nichts und das Röntgenbild des Handgepäcks scheint so uninteressant zu sein, dass wir schnell weiterkönnen. Beim Boarding dauert es schon etwas länger und als wir fertig sind ertönt das Tagesangebot per Lautsprecher: Upgrade in die Premium-Economy für 75 € pro Person. Wir sind dabei und schon sitzen wir wieder nebeneinander und am Fenster. Richtige Entscheidung. Tolle Filme, gutes Essen und die Beinfreiheit erst…Für die insgesamt 14 Stunden Flug genau richtig.

 
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